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Leipziger Lichtdruckwerkstatt
Anknüpfend an die Tradition der Druckerei C. G. Röder, die
seit 1890 im Leipziger Gerichtsweg Lichtdruckmaschinen betrieb und
1976 in den Grafischen Großbetrieb Offizin Andersen Nexö
eingegliedert wurde , erwarben 1991 einige Drucker die ehemalige
Abteilung Lichtdruck von der Treuhandanstalt und führten sie
als Leipziger Lichtdruck-Werkstatt GbR weiter. 1994 - die gesamte
Technik stand bereits unter Denkmalschutz - kündigte die Treuhandanstalt
die Räumlichkeiten, so dass im Winter 1994/1995 der Umzug der
vier tonnenschweren Maschinen in die Nonnenstraße erfolgen
musste. Von diesem zeit- und vor allem kostenaufwändigen und über
Kredite finanzierten Umzug sowie der Tatsache, dass potenzielle
Auftraggeber der Werkstatt (Museen, Archive und Verlage) in ihren
finanziellen Budgets oft dramatische Kürzungen hinnehmen mussten
und so eine Vergabe von Druckaufträgen unmöglich wurde,
konnte sich die junge GbR nicht erholen und stand 1998 vor dem finanziellen
Aus.
Seit 1999 wird die Lichtdruckwerkstatt vom LICHTDRUCK-KUNST LEIPZIG
e. V. genutzt. Mit Unterbrechungen kann bis heute ein Teil des
Personals durch Modellprojekte und ABM-Stellen finanziert werden.
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